Materialparameter
Der Lambda-Wert gibt an, inwieweit ein Material Energieverluste begrenzen kann. Der durchschnittliche Lambda-Wert wird zur Berechnung des tatsächlichen Wärmeverlusts in Rohrnetzen verwendet, die zum Transport und zur Verteilung von Gasen und Flüssigkeiten eingesetzt werden. Die Lambda-Werte werden auf Grundlage eines Rohrabschnitts mit gegebenen Dimensionen berechnet.
Sie können jedoch auch zur Berechnung des Wärmeverlusts in Rohrabschnitten mit unterschiedlichen Dimensionen verwendet werden, wenn diese auf dieselbe Weise hergestellt wurden.
Gerade Rohre
Der Lambda-Wert ist temperaturabhängig. Der Wert muss bei mindestens drei unterschiedlichen Temperaturen gemessen werden. Die Messungen werden an einem mindestens drei Meter langen Abschnitt eines vorgedämmten Rohrs DN 50/125-140 durchgeführt. Die Rohrstrecke stammt aus einem zwölf Meter langen Rohrabschnitt aus der regulären Produktionslinie. Die Umgebungstemperatur (ta) wird während der Messung konstant gehalten.
Die Temperatur des Mantelrohrs wird gemessen, wenn die Temperatur des Mediumrohrs konstant ist. Die Lambda-Werte für die drei verschiedenen Temperaturbedingungen können in Abhängigkeit von den Temperaturen des Mediumrohrs, des Mantelrohrs und der Umgebung berechnet werden.
Der Lambda-Wert für vorgedämmte Fernwärmerohre basiert immer auf einer Durchschnittstemperatur, die im Polyurethanschaum bei einer Temperatur von 50 °C gemessen wird. Die berechneten Lambda-Werte liegen auf einer Geraden, denn sie sind direkt proportional zur Temperatur. Der Lambda-Wert bei 50 °C kann dann von der Kurve für temperaturbezogene Lambda-Werte abgelesen werden.
FlexPipe
Der Lambda-Wert ist temperaturabhängig. Der Wert muss bei mindestens drei unterschiedlichen Temperaturen gemessen werden. Die Messungen werden an einer FlexPipe-Rolle ausgeführt, deren Länge (ca.) 25 Meter beträgt. Die genauen Dimensionen hängen vom Typ des Mediumrohrs in der FlexPipe-Rolle ab. Die Rohrstrecke wird einer ganzen Rolle aus der regulären Produktionslinie entnommen. Die Umgebungstemperatur (ta) wird während der Messung konstant gehalten.
Wegen der Länge und der Größe des Rohrabschnitts, an dem die Messung durchgeführt wird, ist es nicht möglich, die Temperatur des Mediumrohrs konstant zu halten. Stattdessen zirkuliert Wasser mit einer konstanten Einlasstemperatur (ti) im Rohr. Die Temperatur des Mantelrohrs wird gemessen, wenn die Einlasstemperatur (ti) und die Auslasstemperatur (tu) des Mediumrohrs konstant sind. Die Messungen werden bei drei verschiedenen Mediumrohrtemperaturen durchgeführt. Die Lambda-Werte für die drei verschiedenen Temperaturbedingungen werden daraufhin in Abhängigkeit von der Einlasstemperatur (ti), der Auslasstemperatur (tu), der Temperatur des Mantelrohrs und der Umgebungstemperatur berechnet.
Der Lambda-Wert für vorgedämmte Fernwärmerohre basiert immer auf einer Durchschnittstemperatur, die im Polyurethanschaum bei einer Temperatur von 50 °C gemessen wird. Die berechneten Lambda-Werte liegen auf einer Geraden, denn sie sind direkt proportional zur Temperatur. Der Lambda-Wert bei 50 °C kann dann von der Kurve für temperaturbezogene Lambda-Werte abgelesen werden.